Die Better Cotton Initiative (BCI) wurde 2009 mit Unterstützung von Organisationen und Unternehmen wie dem WWF, H&M, Adidas und Oxfam gegründet, um die ökologischen und sozialen Bedingungen in der Baumwollproduktion zu verbessern. Heute zählt BCI über 2.700 Mitglieder aus der gesamten Baumwolllieferkette, darunter landwirtschaftliche Betriebe, Marken wie Inditex und zivilgesellschaftliche Gruppen. BCI hat sich zum Ziel gesetzt, Baumwollanbaugemeinden zu stärken, indem sie nachhaltige Praktiken fördert, die Arbeitsbedingungen und Lebensgrundlagen der Landwirt*innen und Beschäftigten insgesamt verbessert. In der Saison 2023/24 sind 23 % der weltweiten Baumwollproduktion Better-Cotton-lizenziert. 1,54 Millionen Landwirt*innen in 15 Ländern besitzen eine Lizenz zum Verkauf von Better Cotton.
Die BCI konzentriert sich auf den Baumwollanbau und stellt keine Anforderungen an weitere Stufen der Wertschöpfungskette. Dies kann für Konsument*innen verwirrend sein, da das Endprodukt nicht zwingend ausschließlich aus 100 % zertifizierter Baumwolle besteht, sondern häufig nach dem Prinzip der Mengenbilanzierung zertifiziert wird. Mit einem Weltmarktanteil von etwa 23 % kann die BCI wirksam Standards setzen. Besonders im Bereich existenzsichernder Einkommen/Löhne besteht jedoch noch Handlungsbedarf, um förderliche Strukturen für die Bäuerinnen und Bauern im Baumwollsektor zu schaffen. Die Förderung von Agrarökologie wird als wichtige Antwort auf die Herausforderungen der Klimakrise anerkannt.