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amfori BEPI - Business Environmental performance Initiative

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2020/2021):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
amfori BEPI - Business Environmental performance Initiative

Über amfori BEPI - Business Environmental performance Initiative

Die Business Environmental Performance Initiative (BEPI) ist eine Unternehmensinitiative, die anderen Unternehmen ein einheitliches System bietet, um ihre ökologische Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu managen und zu verbessern. Das BEPI-System ist nicht auf eine bestimmte Branche, Produktgruppe oder Dienstleistung beschränkt. Es ist u. a. an die Standards der GRI-Richtlinien angepasst. Mit der Mitgliedschaft im BEPI werden Unternehmen Mitglied im Dachverband Foreign Trade Association (FTA), der 2014 die Gründung des BEPI und des amfori BSCI im Jahr 2003 veranlasst hat. BEPI hat über 400 Mitglieder.

Kategorie: Lebensmittel

Bewertung von amfori BEPI - Business Environmental performance Initiative

Das BEPI-System zielt in erster Linie auf die Standardisierung des Umweltmanagements von Zulieferfirmen ab und ermöglicht durch Informationsaustausch Synergien zwischen den teilnehmenden Unternehmen. Im Bereich Umweltstandards überzeugt der Standard jedoch nicht: Es fehlen klare ökologische Anforderungen. So sind beispielsweise keine Einschränkungen für den Einsatz von GVOs in der Lieferkette vorgesehen. Auch in puncto Glaubwürdigkeit bestehen Schwächen: Externe Interessengruppen, etwa aus der Zivilgesellschaft, werden nicht gleichberechtigt in Entscheidungsprozesse einbezogen. Ein Bezug zur Just Transition fehlt vollständig.

Soziales

Soziales
  • kein Fokus

Ökologie

Ökologie
  • Der Standard legt keine Einschränkung für die Verwendung von GVOs in der Lieferkette fest.
  • Der Standard fordert ein Monitoring des Wasserverbrauchs, aber nicht entlang der gesamten Lieferkette und ohne unterstützende Maßnahmen zur Ressourcenschonung.
  • Der Standard fordert entweder nur ein allgemeines Ziel zur Reduktion von Treibhausgasen oder berichtet über einzelne Maßnahmen, ohne messbare zeitgebundene Vorgaben.
  • Der Standard enthält keine Anforderungen oder Empfehlungen zur Verringerung der Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energien oder zur Nutzung lokaler erneuerbarer Energiequellen.
  • Der Standard fordert kein Abfall- und Abwassermanagement, um negative Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu vermeiden.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise eine Beschränkung der Nutzung von Chemikalien und Pestiziden.

Glaub­würdigkeit

Glaubwürdigkeit
  • Der Standard enthält keine Hinweise darauf, dass Rechteinhaber*innen (Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, indigene Gemeinschaften, Arbeiter*innen) Gruppen am Entwicklungs , Aktualisierungs oder Überprüfungsprozess des Standards beteiligt sind.
  • Der Standard enthält keine Hinweise auf technische Unterstützung oder begleitende Maßnahmen für eine Wandel im Sinne einer Just Transition oder eine agrarökologische Transformation. Eine über die reine Normerfüllung hinausgehende Förderung fehlt.
  • Unternehmen werden zu Risikoanalyse und menschenrechtlicher Sorgfaltsprüfung entlang der Lieferkette verpflichtet. Anforderungen orientieren sich an internationalen Standards (u.a. UNGPs) und umfassen Prävention, Abhilfe und Berichterstattung.
  • Audits werden von externen, unabhängigen Stellen durchgeführt. Die Prüfinstanz ist nicht in den Standardinhaber oder die zertifizierten Unternehmen eingebunden. Beteiligung von Rechteinhaber*innen oder öffentliche Ergebnisse sind verpflichtend.
  • Neben einem unabhängigen Beschwerdemechanismus enthält der Standard verbindliche Vorgaben für die Untersuchung und Behebung von Verstößen, zu Fristen, Monitoring und Rückmeldung an Betroffene. Der Umgang mit Beschwerden ist strukturiert geregelt.
  • Der Standard enthält keine Hinweise auf Agrarökologie oder einen gerechten sozial-ökologischen Wandel (Just Transition) und thematisiert weder die Rolle von Menschenrechten noch die Beteiligung betroffener Gruppen im Kontext von Klimastrategien.
Farbschema: