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Oeko-Tex® MADE IN GREEN

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2020/2021):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Oeko-Tex®  MADE IN GREEN

Über Oeko-Tex® MADE IN GREEN

Die internationale OEKO- TEX®-Gemeinschaft wurde 1992 gegründet und umfasst 17 akkreditierte Forschungs- und Prüfinstitute mit Büros in über 70 Ländern. Ihr Ziel ist es, die Sicherheit und Nachhaltigkeit von Textilien und Materialien zu gewährleisten. Die Institute entwickeln gemeinsam die Standards und Testmethoden und führen Laborprüfungen sowie Audits durch. In die Standardsetzung werden auch NROs und wissenschaftliche Vertreter einbezogen. Die OEKO-TEX®-Gemeinschaft vergibt Labels mit unterschiedlichem Fokus. Oeko-Tex® MADE IN GREEN MADE IN GREEN ist ein rückverfolgbares Produktlabel für Textilien und Leder. Es wird für Produkte vergeben, die auf Schadstoffe getestet sowie in umwelt- und sozialverantwortlichen Anlagen produziert wurden.

Kategorie: Kleidung

Bewertung von Oeko-Tex® MADE IN GREEN

MADE IN GREEN kombiniert die Kriterien aus dem Siegel STeP mit denen des STANDARD 100. In puncto Glaubwürdigkeit schneidet der Standard gut ab. Der Standard bietet allgemeine Schulungen und Handreichungen, jedoch ohne Fokus auf Agrarökologie oder eine Just Transition. Eine Risikoanalyse oder menschenrechtliche Sorgfaltsprüfung wird grundsätzlich gefordert, bleibt jedoch vage und beschränkt sich oft auf einzelne Stufen der Lieferkette ohne klare Nachweise.

Soziales

Soziales
  • kein Fokus

Ökologie

Ökologie
  • kein Fokus

Glaub­würdigkeit

Glaubwürdigkeit
  • Der Standard beschreibt Verfahren zur Einbindung betroffener Gruppen, insbesondere Rechteinhaber*innen, in die Entwicklung und regelmäßige Überarbeitung des Standards. Partizipative Formate oder Konsultationsmechanismen sind verpflichtend.
  • Der Standard bietet technische Unterstützung, z. B. Schulungen oder Handreichungen. Diese sind jedoch allgemein und nicht explizit auf agrarökologische Praktiken oder einen sozialverträglichen Übergang im Sinne einer Just Transition ausgerichtet.
  • Risikobewertung oder Sorgfaltsprüfung werden gefordert, Vorgaben bleiben jedoch unpräzise oder beschränkt auf einzelne Lieferkettenstufen. Es fehlen verbindliche Verfahren, Kriterien oder eine klare Nachweispflicht für Unternehmen.
  • Audits werden von externen, unabhängigen Stellen durchgeführt. Die Prüfinstanz ist nicht in den Standardinhaber oder die zertifizierten Unternehmen eingebunden. Beteiligung von Rechteinhaber*innen oder öffentliche Ergebnisse sind verpflichtend.
  • Neben einem unabhängigen Beschwerdemechanismus enthält der Standard verbindliche Vorgaben für die Untersuchung und Behebung von Verstößen, zu Fristen, Monitoring und Rückmeldung an Betroffene. Der Umgang mit Beschwerden ist strukturiert geregelt.
  • Die Produktkennzeichnung ist transparent, verständlich formuliert und zeigt klar, wie viel zertifiziert ist und welche Stufen der Lieferkette abgedeckt sind – z B. durch Symbole, kurze Erklärtexte oder digital abrufbare Informationen.
Farbschema: