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Cocoa Life

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2020/2021):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Cocoa Life

Über Cocoa Life

Cocoa Life ist das globale Kakao-Nachhaltigkeitsprogramm von Mondelez International. Das US-amerikanische multinationale Süßwaren-, Lebensmittel- und Getränkeunternehmen Mondelez International gehört zu Kraft Foods. Das Ziel des Programms ist es, 200.000 Kakaobauern und -bäuerinnen in Ghana, Côte d’Ivoire, Indonesien, der Dominikanischen Republik, Indien und Brasilien zu unterstützen. Derzeit sind neun Schokoladenmarken von Mondelez International Teil von Cocoa Life, darunter Milka, Daim und Marabou. Bis Ende 2025 sollen alle Schokoladenmarken von Mondelez International Teil von Cocoa Life werden.

Kategorie: Lebensmittel

Wertschöpfungskette: Rohstoffgewinnung

Bewertung von Cocoa Life

Die sozialen Kriterien sind unzureichend: Existenzsichernde Einkommen/Löhne werden nicht gefordert, ein unabhängiger Beschwerdemechanismus fehlt. In puncto Glaubwürdigkeit überzeugt Cocoa Life nicht – es fehlt an Transparenz bei Prüfberichten. Das Konzept einer Just Transition wird nur in Ansätzen mitgedacht. Als unternehmenseigenes Siegel von Mondolez ist Cocoa Life nicht unabhängig, externe Kontrollen fehlen. Immer wieder werden Probleme auf zertifizierten Plantagen festgestellt, was die Glaubwürdigkeit massiv einschränkt.

Soziales

Soziales
  • Der Standard enthält eine grundsätzliche Anerkennung der Vereinigungs- und Organisationsfreiheit sowie der ILO-Abkommen 87 und 98. Die Umsetzung wird nicht operationalisiert, oder es fehlen klare Vorgaben für die Durchsetzung in der Lieferkette.
  • Der Standard erkennt das Verbot von Zwangs- und Sklavenarbeit an und verweist auf ILO-Konventionen 29 und 105. Konkrete Anforderungen an Unternehmen für Risikoanalysen oder Maßnahmen gegen moderne Sklaverei fehlen jedoch.
  • Der Standard enthält weder Schulungen zu Arbeitsrechten oder sozialen Anforderungen noch Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung, Weiterbildung oder Beteiligung von Beschäftigten im Transformationsprozess.
  • Der Standard bezieht endogenes Wissen systematisch ein und fördert dessen Anwendung, Weitergabe und Weiterentwicklung durch partizipative Ansätze wie Wissensaustausch, gemeinschaftlich entwickelte Praktiken oder Bildungsmaßnahmen auf lokaler Ebene.

Ökologie

Ökologie
  • kein Fokus

Glaub­würdigkeit

Glaubwürdigkeit
  • Der Standard enthält keine Hinweise darauf, dass Rechteinhaber*innen (Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, indigene Gemeinschaften, Arbeiter*innen) Gruppen am Entwicklungs , Aktualisierungs oder Überprüfungsprozess des Standards beteiligt sind.
  • Der Standard bietet technische Unterstützung, z. B. Schulungen oder Handreichungen. Diese sind jedoch allgemein und nicht explizit auf agrarökologische Praktiken oder einen sozialverträglichen Übergang im Sinne einer Just Transition ausgerichtet.
  • Der Standard enthält keine oder lediglich freiwillige Empfehlungen zu Risikoanalyse und menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht in den Lieferketten. Eine verbindliche Umsetzung durch Unternehmen ist nicht vorgesehen.
  • Audits werden von externen, unabhängigen Stellen durchgeführt. Die Prüfinstanz ist nicht in den Standardinhaber oder die zertifizierten Unternehmen eingebunden. Beteiligung von Rechteinhaber*innen oder öffentliche Ergebnisse sind verpflichtend.
  • Der Standard enthält keine Hinweise auf Agrarökologie oder einen gerechten sozial-ökologischen Wandel (Just Transition) und thematisiert weder die Rolle von Menschenrechten noch die Beteiligung betroffener Gruppen im Kontext von Klimastrategien.
  • Die Produktkennzeichnung vermittelt Konsument*innen keine klaren Informationen über den Anteil zertifizierter Rohstoffe oder die abgedeckten Stufen der Lieferkette. Die Darstellung ist unverständlich, verwirrend oder potenziell irreführend.
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