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Oeko-Tex® ORGANIC COTTON

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2020/2021):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Oeko-Tex® ORGANIC COTTON

Über Oeko-Tex® ORGANIC COTTON

Die internationale OEKO- TEX®-Gemeinschaft wurde 1992 gegründet und umfasst 17 akkreditierte Forschungs- und Prüfinstitute mit Büros in über 70 Ländern. Ihr Ziel ist es, die Sicherheit und Nachhaltigkeit von Textilien und Materialien zu gewährleisten. Die Institute entwickeln gemeinsam die Standards und Testmethoden und führen Laborprüfungen sowie Audits durch. In die Standardsetzung werden auch NROs und wissenschaftliche Vertreter einbezogen. Die OEKO-TEX®-Gemeinschaft vergibt Labels mit unterschiedlichem Fokus. Oeko-Tex® ORGANIC COTTON Die Bio-Zertifizierung ermöglicht eine Verifizierung vom Anbau bis zum Endprodukt. Produkte, die dieses Label tragen, wurden auf die Verwendung von GVOs, Pestiziden und schädlichen Substanzen getestet. Für OEKO-TEX® ORGANIC COTTON wird auf Farm ebene der ökologische Baumwollanbau durch die IFOAM-Standardfamilie belegt.

Kategorie: Kleidung

Bewertung von Oeko-Tex® ORGANIC COTTON

Um das OEKO-TEX Organic Zertifikat zu erhalten, muss ein Unter nehmen seine biologische Baumwolle nach einer von drei anerkannten Regeln zertifizieren lassen: Entweder nach den EU-Verordnungen 834/2007 oder 848/2018, nach dem US-Standard USDA NOP oder nach einem Standard der IFOAM-Organisation für biologische Tierhaltung oder Pflanzenanbau. Die Stelle, die die Bio-Zertifizierung ausstellt, muss dafür offiziell anerkannt sein – etwa nach ISO 17065, USDA NOP oder IFOAM.

Soziales

Soziales
  • kein Fokus

Ökologie

Ökologie
  • kein Fokus

Glaub­würdigkeit

Glaubwürdigkeit
  • Der Standard beschreibt Verfahren zur Einbindung betroffener Gruppen, insbesondere Rechteinhaber*innen, in die Entwicklung und regelmäßige Überarbeitung des Standards. Partizipative Formate oder Konsultationsmechanismen sind verpflichtend.
  • Der Standard enthält keine Hinweise auf technische Unterstützung oder begleitende Maßnahmen für eine Wandel im Sinne einer Just Transition oder eine agrarökologische Transformation. Eine über die reine Normerfüllung hinausgehende Förderung fehlt.
  • Audits werden von externen, unabhängigen Stellen durchgeführt. Die Prüfinstanz ist nicht in den Standardinhaber oder die zertifizierten Unternehmen eingebunden. Beteiligung von Rechteinhaber*innen oder öffentliche Ergebnisse sind verpflichtend.
  • Neben einem unabhängigen Beschwerdemechanismus enthält der Standard verbindliche Vorgaben für die Untersuchung und Behebung von Verstößen, zu Fristen, Monitoring und Rückmeldung an Betroffene. Der Umgang mit Beschwerden ist strukturiert geregelt.
  • Der Standard enthält keine Hinweise auf Agrarökologie oder einen gerechten sozial-ökologischen Wandel (Just Transition) und thematisiert weder die Rolle von Menschenrechten noch die Beteiligung betroffener Gruppen im Kontext von Klimastrategien.
  • Die Produktkennzeichnung zeigt klar den Anteil zertifizierter Rohstoffe und die Lieferkettenstufen. Verbraucherfreundliche Elemente wie Symbole, Legenden oder Links werden genutzt, jedoch noch nicht konsequent oder vollständig verständlich umgesetzt.
Farbschema: