Die Edeka-Gruppe wurde 1898 als „Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin (E.d.K.)“ gegründet. Heute besteht die genossenschaftliche Struktur mit rund 3.700 selbstständigen Kaufleuten in sieben Regionalgesellschaften fort. Zusammen mit der Edeka-Zentrale in Hamburg bildet sie den Edeka-Verbund. Durch die Übernahme der deutschen Spar-Märkte 2005 und den vollständigen Erwerb der Netto Marken-Discount AG wurde Edeka Marktführer im deutschen Lebensmitteleinzelhandel mit rund 25 % Marktanteil. Heute betreibt die Gruppe bundesweit etwa 11.000 Edeka-Märkte mit 400.000 Mitarbeitenden sowie rund 4.300 Netto-Filialen mit 87.000 Beschäftigten. Zur Edeka-Gruppe gehören heute außerdem die Drogeriemarktkette Budni und der Fruchtsafthersteller Albi.
Der Verhaltenskodex gilt für alle Unternehmen des Verbunds, einschließlich der Tochtergesellschaft Netto. Edeka und Netto setzen mit ihrer WWF-Partnerschaft gezielt auf ökologische Kriterien und erzielen in diesem Bereich gute Ergebnisse. Edeka ist zudem Mitglied mehrerer Brancheninitiativen wie amfori BSCI, Forum Nachhaltiger Kakao und RSPO. Aufgrund der genossenschaftlichen Struktur des Verbunds wird jedoch kein zentraler Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Im sozialen Bereich zeigt Edeka Nachholbedarf: Es fehlen umfassende Maßnahmen zur sozialen Absicherung, formale Umschulungsstrategien, eine transparente Preisgestaltung, konkrete Gleichstellungsprogramme sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen Marktmacht gegenüber Lieferbetrieben und Nischenanbietern.