Labelinhaberin ist die bluesign technologies AG. Sie wurde im Jahr 2000 in der Schweiz gegründet. Partner*innen des Bluesign-Systems sind Handelsmarken (z. B. Adidas, Jack Wolfskin, Jako-o, Nike, Orsay, Vaude) sowie Chemielieferbetriebe. Bluesign betrachtet die gesamte Herstellungskette, beginnend mit der Chemieindustrie, und prüft alle Betriebe. Das Bluesign-System zielt in erster Linie auf den Ressourcenschutz, die Minimierung der Umweltbelastung und die Sicherheit am Arbeitsplatz ab, indem umwelt- und gesundheitsgefährdende Substanzen in der Textilindustrie vermieden werden.
Bei dem bluesign-Siegel handelt es sich in erster Linie um ein Umweltzertifikat, das auch den Schutz der Beschäftigten beim Umgang mit Chemikalien abdeckt. Landwirtschaftliche Aspekte spielen keine Rolle – der Standard greift erst ab der Materialverarbeitung, insbesondere ab der Nassveredelung (z. B. Färben, Waschen, Beschichten). Zahlreiche ökologische Kriterien wurden als „nicht anwendbar“ eingestuft, was bei der Interpretation der Bewertung zu beachten ist. Die sozialen Kriterien stehen nicht im Fokus. Im Bereich Glaubwürdigkeit liegt eine mittelmäßige Bewertung vor, das Konzept einer Just Transition wird nicht berücksichtigt.